Wenn ich an richtiges deutsches Essen denke, dann denke ich an Gerichte, die lange geschmort wurden und nach Heimat schmecken. Es gibt nichts Gemütlicheres, oder? Und genau deshalb muss ich euch heute meinen absoluten Lieblingsschmorbraten vorstellen: den echten Burgunderbraten. Ehrlich, bevor ich dieses Rezept perfektioniert habe, dachte ich immer, Schmorbraten sei kompliziert. Aber das täuscht! Ich erinnere mich noch, wie ich als Kind an Omas Küchentisch saß und dieser intensive Duft von Rotwein und Gewürzen durchs Haus zog. Seitdem gilt dieses Rezept für mich als das Maß aller Dinge.

Vergesst alle trockenen, zähen Fleischstücke, die ihr bisher hattet. Dieses Rezept hier – es ist der definitive Leitfaden für einen Burgunderbraten, der so zart ist, dass er fast von selbst zerfällt. Ich habe unzählige Male daran gefeilt, aber die Kombination aus dem kräftigen Wein und dem langsamen Niedergaren bei niedriger Temperatur ist einfach unschlagbar. Ihr werdet euch fragen, warum ihr das nicht schon früher gekocht habt!
Warum dieser Burgunderbraten in Ihrer Küche nicht fehlen darf (E-E-A-T)
Der Grund, warum dieses Gericht auf meinem Blog einen Ehrenplatz bekommt, ist einfach: Es ist unkompliziert und liefert ein Ergebnis, das nach einem Gourmet-Restaurant schmeckt! Wir reden hier von Fleisch, das butterzart ist. Das Geheimnis des perfekten Burgunderbratens liegt in der langen, langsamen Schmorzeit. Der Rotwein und die Gemüsearomen ziehen tief in das Fleisch ein und machen es unglaublich saftig. Ich schwöre darauf, weil es zeigt, wie wenig Aufwand man für so einen tiefen, reichen Geschmack betreiben muss.
Dieses Gericht verzeiht auch kleine Fehler, weil es dadurch nur noch mehr Würze aufnimmt. Wenn du dich fragst, welches Fleischstück dich zum Erfolg führt, solltest du dich mal in unserer Fleischkunde-Sektion umsehen hier, aber ich garantiere dir, dass jede Keule oder Schulter in diesem Weinbad fantastisch wird.
Zubereitungszeit und Portionen für Ihren Burgunderbraten
Keine Sorge, trotz des langen Garens ist die Vorbereitung fix erledigt. Du brauchst nur etwa 30 Minuten für die Vorarbeit. Danach übernimmt der Ofen die Arbeit für rund 3 Stunden. Insgesamt bist du also nach etwa 3 Stunden und 30 Minuten fertig. Und das Beste? Dieses Rezept reicht locker für 6 hungrige Mäuler!
Die Zutaten für einen perfekten Burgunderbraten
Okay, kommen wir zum Herzstück: den Sachen, die wir brauchen, um diesen tollen Schmorbraten zu zaubern. Wenn ich ehrlich bin, ist die Liste gar nicht so lang, aber die Qualität der einzelnen Komponenten – gerade beim Burgunderbraten – das macht den Unterschied!
Wir starten natürlich mit 1,5 Kilogramm gutem Rindfleisch, am besten etwas aus der Keule, das hält die Form gut. Aber der Star hier ist wirklich der Wein. Du brauchst 750 ml trockenen Rotwein, und zwar einen echten Burgunder oder etwas sehr Ähnliches. Kein merkwürdiger Fusel, bitte! Der Wein ist die Basis der ganzen Sauce, also schmecke ihn vorher ab – wenn er dir nicht schmeckt, wird er auch deinen Braten nicht verfeinern.

Dazu kommen die klassischen Schmor-Gemüse: Zwiebeln, Karotten und Sellerie. Die bringen Süße und Tiefe. Und natürlich die Würze: Lorbeerblatt und ein paar Wacholderbeeren, das ist dieses urige, deutsche Aroma, das wir suchen. Wenn du bereit bist, schauen wir uns die Zubereitung an. Es ist einfacher, als du denkst!
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum klassischen Burgunderbraten
So, jetzt wird’s ernst! Aber keine Sorge, auch wenn die Schmorzeit lang ist, die eigentliche Arbeit ist ein Klacks. Ich zeige dir, wie wir diesen Rinderbraten in einen cremigen, weichen Burgunderbraten verwandeln. Wir arbeiten uns jetzt systematisch durch die Schritte, damit du nichts vergisst.
Vorbereitung und scharfes Anbraten des Fleisches
Zuerst musst du das Fleisch in die Form bringen. Mach das nicht halbherzig: Das Fleisch muss wirklich großzügig mit Salz und Pfeffer eingerieben werden – sei hier nicht sparsam! Dann erhitzt du das Öl richtig heiß im Bräter. Ich meine wirklich heiß, bis es leicht flimmert. Das Fleisch muss von allen Seiten blitzschnell eine schöne, dunkle Kruste bekommen. Das ist extrem wichtig, denn diese Kruste ist später der Geschmacksträger für unsere Sauce. Sei mutig beim Anbraten, aber pass auf, dass du dir nichts verbrennst, das Öl kann schnell spritzen! Wenn es rundherum schön braun ist, nimm das Fleisch kurz heraus und stell es beiseite.
Gemüse rösten und die Schmorflüssigkeit ansetzen
Jetzt nutzen wir die Röststoffe, die im Bräter geblieben sind! Zwiebeln, Karotten und Staudensellerie schnell klein würfeln. Die gehören jetzt in den heißen Topf und werden kurz mit angeröstet, bis sie leicht Farbe nehmen. Dann kommt das Tomatenmark dazu – das muss direkt mitgeröstet werden, sonst schmeckt die Sauce später leicht metallisch. Ich lasse es immer eine Minute mitrösten, bis es einen dunkleren Ton annimmt. Jetzt kommt der große Moment: Mit dem Rotwein ablöschen! Das zischt, rattert und dampft – herrlich! Kratze dabei alles vom Boden los. Dann gießt du die Brühe an, wirfst Lorbeerblatt und Wacholderbeeren rein und fertig ist die Basis.

Der Schmorprozess: Geduld für den besten Burgunderbraten
Das Fleisch kommt zurück in den Topf. Siehst du, es sollte fast vollständig von der Flüssigkeit bedeckt sein. Falls nicht, einfach noch einen Schluck Brühe oder Wein nachgießen. Dann kommt der Deckel drauf, und ab mit dem Ganzen in den Ofen. Wir backen das bei 160 Grad Umluft (oder je nachdem, was dein Ofen so macht; hier findest du mehr Infos zur richtigen Temperatur) für ungefähr 3 Stunden. Das ist jetzt die Phase, in der du dich entspannst. Aber vergiss nicht: Alle 45 Minuten hole ich den Bräter raus und wende das Fleisch kurz. So gart es gleichmäßig durch und bekommt nicht nur eine Seite matschig.
Fertigstellung der Sauce und Servieren des Burgunderbratens
Wenn das Fleisch so weich ist, dass es fast zerfällt, nehmen wir es vorsichtig heraus und stellen es warm. Jetzt kümmern wir uns um die Sauce. Die ganze Gemüse-Gewürz-Mischung kommt durch ein feines Sieb. Drück die Reste ordentlich aus, damit du alles Aroma rausbekommst! Was übrig bleibt, ist diese unglaublich konzentrierte, aromatische Flüssigkeit. Die muss jetzt noch kurz auf dem Herd aufkochen, damit sie schön eindickt. Wenn sie dir zu dünn ist, lass sie einfach etwas reduzieren. Zum Schluss schmecken wir sie nur noch mit Salz und Pfeffer ab. Dann schneidest du den Braten in feine Scheiben und löffelst diese wunderbare Sauce drüber. Fertig ist dein klassischer Burgunderbraten!
Tipps vom Küchenprofi für Ihren Burgunderbraten
Ich habe ja schon gesagt, dass dieser Burgunderbraten relativ einfach ist, aber ein paar Tricks aus meiner Küche machen ihn von „gut“ zu „unvergesslich“. Mein wichtigster Tipp ist: Hab keine Angst vor dem Gemüse am Ende. Viele Leute tun das gleich weg, aber wenn deine Sauce etwas zu flüssig ist, nimm doch einfach einen Teil des Gemüses, bevor du es absiebst, und püriere es. Ein kleiner Schuss pürierte Karotte oder Zwiebel bindet die Sauce ganz natürlich und macht sie sämiger, ohne dass du Mehl oder Stärke brauchst. Das ist ein alter Trick von meiner Tante!

Außerdem, und das ist mein Herzenswunsch für dich: Der Braten schmeckt am nächsten Tag noch besser! Wirklich! Lass den ganzen Topf über Nacht im Kühlschrank stehen. Das macht das Fleisch oft noch zarter und die Aromen der Sauce ziehen über Stunden richtig gut durch. Wenn du noch Inspiration für den passenden Wein zum Aufwärmen brauchst, schau mal in meinen Wein-Guide rein, der hilft dir sicher weiter.
Häufig gestellte Fragen zum perfekten Burgunderbraten
Ich weiß, beim Schmoren kommen immer die meisten Fragen auf, weil man denkt, das Fleisch ist noch nicht fertig oder die Sauce sieht komisch aus. Keine Panik, das ist ganz normal! Hier sind die Dinge, die ich am häufigsten von euch höre, wenn es um diesen tollen Rinderbraten geht.
Welches Fleisch eignet sich am besten für diesen Schmorbraten?
Für den klassischen Schmorbraten brauchst du Fleisch, das ein bisschen Bindegewebe hat. Das klingt vielleicht nicht toll, aber genau das Gewebe zerfällt beim langen Schmoren und macht das Fleisch so saftig. Wir haben in den Zutaten Keule genannt, und das ist super. Aber auch Fleisch aus der Schulter oder der Nuss funktioniert fantastisch. Hauptsache, es ist ein Stück, das langsam garen muss. Wenn du frisches Fleisch holst, frag am besten deinen Metzger nach einem guten Stück für den Schmorbraten!
Kann ich den Burgunderbraten vorbereiten und aufwärmen?
Ja, absolut! Und ich ermutige euch sogar fast dazu! Nimm dir einen Tag Zeit und koch ihn am Vortag. Das ist einer der wenigen Braten, die durch die Ruhezeit nur gewinnen. Wenn du ihn aufwärmst, kannst du ihn entweder ganz niedrig im Ofen mit einem Schuss Brühe zugedeckt erhitzen, damit er nicht austrocknet, oder du gibst die Scheiben einfach kurz in deine erwärmte Sauce auf dem Herd. Mach es ruhig ein bisschen flüssiger beim Aufwärmen, dann saugt das Fleisch die ganze tolle Rotweinsauce wieder auf.
Was tun, wenn die Sauce zu dünn ist?
Das ist mir am Anfang auch oft passiert, als ich noch nicht wusste, wie stark der Wein reduziert. Keine Sorge, da gibt’s einfache Tricks! Der eleganteste Weg ist, die Sauce einfach ohne Deckel noch etwas kräftig auf dem Herd einkochen zu lassen. Das nennt man reduzieren, und es konzentriert den Geschmack total. Wenn du es schneller brauchst und es dir nichts ausmacht, kannst du auch einen winzigen Klecks angerührte Speisestärke (in kaltem Wasser glattgerührt) dazugeben und kurz aufkochen lassen. Aber mein Favorit ist, wie schon oben erwähnt, etwas vom weichen Gemüse pürieren und zurück in die Sauce geben – das gibt Bindung und schmeckt natürlich!
Aufbewahrung und Wiedererwärmung des Burgunderbratens
Wenn dein fantastischer Burgunderbraten am ersten Tag schon fantastisch war, warte mal ab, bis du ihn am nächsten Tag isst! Mach dir keine Sorgen um Reste, denn die lagern sich super. Luftdicht verpackt hält sich das Fleisch mit etwas Sauce im Kühlschrank locker drei bis vier Tage. Das ist der Vorteil von langsam geschmortem Fleisch – es wird nur besser!
Zum Aufwärmen aber bitte vorsichtig sein, sonst wird das Fleisch schnell trocken. Ich nehme am liebsten einen kleinen Topf und erwärme die Scheiben ganz sanft in der übrigen Sauce bei sehr geringer Hitze. Alternativ kannst du es auch im Ofen machen: Leg die Scheiben in eine Auflaufform, gib einen guten Schluck Brühe oder Sauce dazu und deck das Ganze fest mit Alufolie ab. Dann bei 150 Grad kurz ziehen lassen, bis es heiß ist. So bleibt dein Schmorbraten wunderbar saftig!
Ernährungsangaben für diesen traditionellen Rinderbraten
Ich weiß, bei einem deftigen Schmorbraten denkt man nicht zuerst an Kalorien, aber ich finde es immer gut, wenn man zumindest einen Anhaltspunkt hat, was genau da auf den Tisch kommt. Gerade, weil der Burgunderbraten durch das lange Schmoren so unglaublich intensiv wird, ist es interessant zu sehen, wie sich die Nährwerte schlagen.
Hier sind die groben Schätzungen pro Portion (also ein Stück Fleisch mit etwas Sauce), basierend auf den Zutaten, die wir verwendet haben. Denk bitte daran, das ist wirklich nur ein Richtwert! Wenn du zum Beispiel viel mehr Gemüse purierst oder eine fettere Brühe nimmst, ändert sich das natürlich ein kleines bisschen. Das ist die Natur der Hausmannskost!
- Kalorien: Ca. 450 kcal
- Protein: Unglaubliche 55 g – das macht satt!
- Fett gesamt: Etwa 18 g (Einiges davon ist gesundes Fett aus dem Fleischrand oder vom Anbraten)
- Kohlenhydrate: Rund 15 g (Hauptsächlich durch das Gemüse und die leichte Bindung der Sauce)
Du siehst, es ist ein echtes Kraftgericht, besonders reich an Protein – perfekt nach einem langen Tag oder wenn du etwas richtig Nahrhaftes brauchst. Aber wie gesagt, durch die vielen frischen Karotten und Zwiebeln hast du auch ein paar Ballaststoffe dabei! Lass es dir schmecken!
Ihre Erfahrung mit dem Burgunderbraten teilen
So, jetzt seid ihr dran! Ich hoffe, ihr habt schon das Wasser im Mund zusammenlaufen gehabt, während ihr meine Tipps für diesen traumhaften Burgunderbraten gelesen habt. Jetzt ist es euer Moment, diesen Klassiker in eure Küche zu holen und zu zeigen, was ihr draufhabt!
Ich bin wahnsinnig gespannt, wie euer Fleisch geworden ist – zart wie Butter, hoffe ich doch! Erzählt mir alles! Habt ihr vielleicht noch ein Gewürz gefunden, das perfekt passt? Oder habt ihr das Gemüse püriert, um die Sauce noch sämiger zu machen? Jeder Tipp hilft der nächsten Köchin und dem nächsten Koch, die diesen Braten nachkochen!
Lasst mir unten in den Kommentaren eine Bewertung da, damit ich sehe, wie ihr das Rezept fandet. Und wenn ihr das Rezept gespeichert habt, gebt mir auch gern einen Hinweis, ob es gut aufbewahrt werden kann! Ich freue mich riesig darauf, eure Erfolgsgeschichten zu lesen. Wenn ihr noch Fragen zur Technik habt, findet ihr hier Hilfe im Kommentarbereich. Ran an die Töpfe, aber vergesst nicht, mir hinterher davon zu berichten!
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Burgunderbraten
Ein traditioneller Rinderbraten, der in Rotwein geschmort wird.
- Total Time: 3 hours 30 min
- Yield: 6 servings 1x
Ingredients
- 1.5 kg Rindfleisch (z.B. aus der Keule)
- 2 Zwiebeln
- 2 Karotten
- 1 Stange Sellerie
- 2 Knoblauchzehen
- 750 ml trockener Rotwein (Burgunder)
- 500 ml Rinderbrühe
- 2 EL Tomatenmark
- 2 EL Öl
- Salz
- Pfeffer
- Lorbeerblatt
- Wacholderbeeren
Instructions
- Das Fleisch salzen und pfeffern.
- Öl in einem Bräter erhitzen und das Fleisch von allen Seiten scharf anbraten. Herausnehmen.
- Zwiebeln, Karotten und Sellerie würfeln und im Bräter anrösten.
- Tomatenmark hinzufügen und kurz mitrösten.
- Mit Rotwein ablöschen und die Brühe angießen. Lorbeerblatt und Wacholderbeeren hinzufügen.
- Das Fleisch zurück in den Bräter legen. Die Flüssigkeit sollte das Fleisch fast bedecken.
- Zugedeckt bei 160°C (Umluft) etwa 3 Stunden im Ofen schmoren lassen. Das Fleisch regelmäßig wenden.
- Das Fleisch herausnehmen und warm stellen. Die Sauce durch ein Sieb passieren und bei Bedarf reduzieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Das Fleisch in Scheiben schneiden und mit der Sauce servieren.
Notes
- Sie können das Gemüse auch pürieren, um die Sauce sämiger zu machen.
- Der Braten schmeckt am nächsten Tag aufgewärmt oft noch besser.
- Prep Time: 30 min
- Cook Time: 3 hours
- Category: Main Course
- Method: Braising
- Cuisine: German
- Diet: Low Fat
Nutrition
- Serving Size: 1 slice with sauce
- Calories: 450
- Sugar: 5
- Sodium: 400
- Fat: 18
- Saturated Fat: 7
- Unsaturated Fat: 11
- Trans Fat: 0
- Carbohydrates: 15
- Fiber: 4
- Protein: 55
- Cholesterol: 150
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